Sonntag, 5. August 2007

Die Wahrheit

Die Frage eines Lesers/einer Leserin hat mich dazu gebracht, endlich mit der ganzen Wahrheit herauszurücken.

"Bembel" hat gefragt: "Wieviele der Kommentierenden sind Sie selbst?"

Also, jetzt die Wahrheit:

Alle, Sie eingeschlossen. Ich arbeite in einer Großkanzlei, schreibe an meiner Psychologie/Soziologie-Diplomarbeit, führe noch 4-5 weitere Blogs, einschließlich eines sehr bekannten, das ich bereits seit einigen Jahren mit Inhalt fülle. Außerdem bin ich Referendar und Student, der mal ein Praktikum in einer Großkanzlei gemacht hat. Ich arbeite in der ersten und zweiten Liga der Kanzleien und bin arbeitsloser Schriftsteller. Das Ganze hier ist ein cleverer Trick um ein Produkt zu pushen ... ohne es zu erwähnen, folglich bin ich auch Horst Schlämmer 2.0. Ich arbeite in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und München.

Und vielleicht würde ich weniger gereizt reagieren, wenn ich mal wieder Urlaub hätte. Ende des Monats. Ich möchte an einen Ort ohne Blackberry Empfang fliegen. Leider hat man mit diesem tollen Produkt von Research in Motionüberall Empfang. An Ihrer Stelle würde ich direkt morgen losziehen und einen Blackberry kaufen. Ganz tolles Produkt, wird ihr Leben verändern. Versprochen. Blackberry™, Blackberry™, Blaaaaackbeeeerrrrryyyy!

Kommentare:

F L A M E hat gesagt…

OH.. OH.. JETZT TICKT ER AB
Burn Out Syndrom vom feinsten.
Als nächstes kommt der Infarkt, oder was eigentlich noch besser wäre der finale Schlaganfall, damit es sich erledigt hat.
Was ein Scheißleben.
Die Kunst ist es mit 40 noch zu Leben und genug Kohle zu haben um sich den Rest seines langen Lebens den warmen Wind um die Eier blasen zu lassen.
Alles andere ist vertane Zeit und sinnloses vor sich hin vegetieren.
Schönes WE vom Rand des Pools

exklka hat gesagt…

Gut zu wissen, und jetzt weiter im Text. Oder haben Sie tatsächlich die Grenze zum Burnout überschritten, an welcher Sie bislang so beharrlich-sympathisch gekratzt haben?

Lawlita hat gesagt…

Ich habe mir sagen lassen, dass in Südkorea der BlackBerry nicht funktioniert

Steeefan hat gesagt…

Ich habe bereits mit dem Gedanken gespielt, mir einen Blackberry anzuschaffen. Eine Veränderung in meinem Leben würde mir sicherlich gut tun.

Und Sie benötigen auch eine Veränderung in Ihrem Leben: Urlaub würde Ihnen sicherlich gut tun und jemand, der sich freut, dass Sie abends nach Hause kommen.

Sollte es damit wider Erwarten nicht klappen, können Sie den Blackberry zur Abwechslung immer noch ausschalten.

Anonym hat gesagt…

Also mal ehrlich: Im Grunde ist es doch egal was Du bist. Hauptsache die Story ist gut.

Und das ist sie.

Bernie hat gesagt…

Heute in der F.A.S.: 13 Tipps gegen den drohenden Burnout. Für einen ungestörten Urlaub empfehle ich Fort Jefferson auf den "Dry Tortugas", Florida. 70 km von Key West entfernt, mitten in der Karibik - garantiert kein Blackberry-Empfang (und deshalb auch keine Anwälte). Aber wenn ich es richtig verstanden habe, lässt man Sie gar nicht wegfahren. Sie haben mein Bedauern.

Anonym hat gesagt…

Auf den Malediven gibt es kein GPRS-Netz!

Cliff Chancenlos hat gesagt…

Herr GBN, wie es Ihnen psychisch und physisch geht, ist mir und Ihrem Chef egal. Aber wann geht es weiter mit den Antworten auf die Ask-a-GBN-Runde?

Der Senf hat gesagt…

Nordkorea? ;)

rechtsanwaltsgehilfe hat gesagt…

Ich, der ich seit Jahren mit BlackBerrys arbeiten muss, finde die neuste Creation aus dem Hause RIM, den BlackBerry Curve, sehr gelungen. (Mache ich jetzt auch schon Werbung für BlackBerryss, das darf doch nicht wahr sein.)

Übrigens, mit BlackBerrys ist das wie mit dem Fernsehen: Ein Knopfdruck, und die Gefahr ist gebannt.

exklka hat gesagt…

Ach, ja, Blackberries und alles andere hat keinen Empfang im Harz, stellenweise sogar dessen Umland. Muss also nicht mal soweit sein. Und mit einem Wochenende 70er-Jahre-Charme ist auch die burnout-Geschichte erledigt. So oder so.

Anonym hat gesagt…

wie wär´s denn mal mit der guten, alten Urlaubs-Abwesenheitsmail, vorzugsweise mit "in dringenden Fällen"-Verweis auf einen bis dahin nicht eingeweihten Kollegen (Verlierer-Associate o.ä.)? Dann zurücklehnen, nur noch unbeteiligt mitlesen & Cocktails geniessen (ok ok, ziemlich oldschool - aber vielleicht gerade deswegen mal wieder einen Versuch wert?)

Anonym hat gesagt…

Blackberry? Von der Kanzlei gestellt?

Na dann ist ja wenigstens die Frage der Bude geklärt.

Kenne von den "ganz großen" eigentlich nur eine, die ihre Mitarbeiter systematisch mit den dingern fesselt.

Anonym hat gesagt…

noch ein Tipp nebenbei.Ich würde die Schrift im Block um midestens 70% verkleinern.Passt mehr auf die Seite und für viele steigt die Bedeutung des Wortes in den PC hineinkriechen im wahrsten Sinn des Wortes.
Ansonsten ist GBN gerne gelesen.
ein Anonymer

smarti hat gesagt…

Ich hätt da noch n Blackberry, sogar mit Quertz-Tastatur abzugeben. Gegen einen kleinen Obulus versteht sich. :o)

Anonym hat gesagt…

In Nordkorea gibt es keinen Empfang.

German attorney hat gesagt…

In Mexiko gibt es Strände ohne Blackberry-Empfang!!! Da wo auch keine Touristen sind, weshalb ich da jedes Jahr hinfahre. Vor allem, wenn solche Momente gehäuft auftreten.

dc hat gesagt…

Was Leute wie Bembel nie verstehen:

Es ist absolut irrelevant, ob die Texte und Kommentare in einem Blog oder auch sonstwo im Netz echt sind. Die einzige Maxime, der sich so etwas zu unterwerfen hat, ist die, nicht langweilig zu sein und gut zu unterhalten. Und das kann der GBN ganz gut, mir jedenfalls ist es völlig egal, ob er nun in einer Grosskanzlei arbeitet oder eloquenter Würstchenverkäufer ist.

Bei einem Märchen fragt ja ausser Kindern auch keiner nach dem Wahrheitsgehalt. Insofern wirds für einige der Kommentatoren mal Zeit, ein bisschen erwachsen zu werden.

Manchmal ist Web2.0 zum mitmachen für alle eben auch ne blöde Idee, deswegen auch ein DANKE an diejenigen, die sich mit überflüssigen und vulgären Wortmeldungen zurückhalten. Die haben Dieter Nuhr verstanden :o)

GBN hat gesagt…

Bedanken Sie sich nicht. Ich filtere den ganzen Crap raus.

MfG
GBN

Anonym hat gesagt…

In Myanmar darf man nicht einmal mit Handy oder Blackberry einreisen. Dann den Rucksack geschultert und drei Wochen im Schwarzen Loch entspannen.