Montag, 2. Juli 2007

Jobzufriedenheit

Almost a quarter of lawyers want to leave the profession because of stress and long hours, according to a survey published this week.

The poll of 2,500 lawyers also indicates that assistant solicitors — those who are not partners — are even more unhappy, with more than a third wanting to give up their jobs.


schreibt die Times. Well, color me surprised, englischer Anwalt wäre ich auch nicht gerne.

Kommentare:

daniel.hat.ein@praedikatsexamen.de hat gesagt…

Das dürfte bei deutschen Großkanzleien nicht anders sein. Der Teufelskreis der großen Fluktuation ist Ursache allen Übels: Einer aus dem Team hat die Nase voll, hört auf, die anderen haben noch mehr zu tun und überlegen es sich anschließend auch anders.

Anonym hat gesagt…

Naja, wenn man nich Ansprüche an ein eigenes Leben hat, überdenkt man spätestens mit 35-40 seine Stellung im Leben. Entweder man mach so weiter und hat dann ne Ehefrau die einen nur des Geldes wegen liebt oder man entscheidet sich für den anderen Weg. Und von innerer Menschenführung gibts auch nix. Und das vielbeschworene Team gibts eh nicht.

daniel.hat.ein@praedikatsexamen.de hat gesagt…

@anonym: das is* eigen*lich ganz schön cool, bei "nich*" und "mach*" etc. einfach die "t" wegzulassen. Oder is* das eine Spezial*as*a*ur?

Wenigs*ens ha* der Durchni**sgroßkanzlei-RA eine Ehe - anders als der gemeine, lebensunfähige Allerwel*sjuris*...

Aber, wha* *he hell, soll "innere Menschenführung" sein!?!?

Anonym hat gesagt…

Dann müssten Sie nämlich auch 'colour' schreiben.

mad hat gesagt…

Nur ein Viertel der Lawyer ist unzufrieden. Der Durchschnitt der deutschen Angestellten liegt bei über 50 %. Woran das liegt, weis ich nicht. Aber immer, wenn ich auf Feten Mitglieder des mittleren Managements treffe, dann ist das persönliche psychische Elend schon körperlich spürbar.

Vielleicht liegt es ja an der deutschen Jammerkultur. Es kuschelt und suhlt sich so schön in der Jammerecke der (vermeintlich) Geprügelten und Verzweifelten.

Ach, spätestens das sind die Momente, da bin ich doch jedes Mal froh über meine eigene Selbstständigkeit.

F L A M E hat gesagt…

ich bin zur Zeit nicht so zufrieden ;-(
Aber das ändert sich ab September.
25 % mehr in der Lohntüte und weniger Stress.
Manchmal hat man einfach nur Glück.
Wie bei DTD. Meine Score´s sagen ja wohl alles.
Ich geh jetzt schnell Lotto spielen.

Grüße aus L.E.
F L A M E

LaRoche hat gesagt…

ich frage mich da immer was ganz anderes:
m&a-anwälte und investmentbanker arbeiten in derselben knochenmühle, aber die einen bekommen (später, durchhalten also vorausgesetzt) ein vielfaches des geldes der anderen.
warum sollte man da anwalt werden?
länger lernen, gleicher arbeitsaufwand, weniger kohle - super, das klingt verlockend!

eggbert hat gesagt…

Die deutsche Jammerkultur ist hier IMHO Symptom, nicht Ursache: Die wahre Krankheit ist doch diese völlig bescheuerte Überzeugung, dass nur gestresst sein erfolgreich sein heißt.

(War da nicht neulich in einem berühmten deutschen blog ein Eintrag eines berühmten deutschen Anwalts, der sich aus Marketingzwecken sehr viel Mühe um eine ungesunde Gesichtsfarbe gibt? Der lieber in der Arbeit Tower Defense spielt, anstatt früher zu gehen und so in den Verdacht zu kommen, Zeit übrig zu haben?)