Donnerstag, 28. Juni 2007

Ein Angebot vom Staat

Ich habe tatsächlich ein Angebot von der Bundesbehörde bekommen. A13 plus Zuschläge. Der Absturz in der Armut. Aber auch mal planbare Zeit. Wenn frei ist, ist frei. Kein Crackberry. Vielleicht haben meine früheren Freunde ja auch wieder Lust, was mit mir zu unternehmen, wenn ich wieder verlässlicher bin. Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht habe ich dann ganz viel Zeit und trotzdem niemand mit dem ich sie verbringen kann, nicht mal Kollegen. Und mein Ehrgeiz braucht auch Futter. Vielleicht werde ich ja in zwei bis drei Jahren hier Partner.

Ich werde absagen. Ich brauche die Tretmühle hier mehr als sie mich. Diese Beine wollen immer strampeln und dieser Kopf will immer durch die Wand. Die Bewerbung war gut, um das zu bestätigen. Mein Arbeitgeber sollte solche Bewerbungen eigentlich fördern. Steigert die Jobzufriedenheit.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sie haben mal Freunde gehabt? Kann man sich bei Ihrer Selbstdarstellung nicht so recht vorstellen....

MAD hat gesagt…

Also dein posting gefällt mir. Hat was, Junge. So viel Selbstreflektion hätte ich dir gar nicht zugetraut.

Hingewiesen sei lediglich, dass das mit der vielen freien Zeit nicht unbedingt stimmt. Da gibt es die Geschichte von einem Leiter der Staatskanzlei, der hat sieben Kerben in seiner Schreibtischkante. Er hat sieben Prädikatsjuristen fertig gemacht. Sieben Suizide. Der hatte einfach kein Verständnis für die aufgewandten staatlichen Ausbildungskosten Zwei haben in ihrem Abschiedsbrief eindeutige berufliche Gründe genant. Auch von der grünen Tonne aus NRW vernahm man ähnliches.

Klar wenig Zeit für das Sozialleben. Ich brauchte auch meine Zeit, bis ich verstand, es ist einfach unstressiger zu der bezahlten Dame des eigenen Vertrauens zu gehen, als auf freier Wildbahn herumzustümpern.

daniel.hat.ein@praedikatsexamen.de hat gesagt…

Das Angebot hätte aber wahrscheinlich die Chance bedeutet, aus dem tristen FFM in unsere schöne Bundeshauptstadt zu ziehen...

GBN hat gesagt…

Nicht alle Bundesbehörden sitzen in der Hauptstadt.

MfG
GBN

Anonym hat gesagt…

Du hast dich richtig entschieden. BaFin ist doof. Am Ende guckt muss man dort noch Insiderkontrollverfahren betreiben und dabei zugucken, wie die ehemaligen Kollegen die Kohle wegschleppen...

Cliff Chancenlos hat gesagt…

@Daniel

Dass Berlin schön ist, ist so wahr wie die Unwahrheiten in diesem komischen Büchlein. Die Leseprobe hat gereicht.

Anonym hat gesagt…

Alles ausserhalb Berlins ist so langweilig, wie Stinkesekretärins ungereinigte Unterwäsche, beim Umzug nach 10 Jahren hinter der Waschmaschine gefunden. Wobei zu vermuten bleibt, dass selbst diese noch belebter ist, als andere Städte.